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Lastminute
Der Begriff
Lastminute kommt
ursprünglich aus der
Tourismusbranche und
bezeichnet alle
Reiseangebote, deren
Abreisetag innerhalb der
nächsten 14 Tage liegt. Die
Definition stammt vom
Deutschen Reisebüro und
Reiseveranstalter Verband
e.V. (kurz DRV) und wird
hauptsächlich im Deutschen
Reisemarkt verwendet. Im
englischen Sprachraum
versteht man den Begriff
nicht.
Seinen Ursprung nahm der
Begriff in den 1980er
Jahren, als die ersten
Fluggesellschaften begannen,
kurzfristige Stornierungen
und Überkapazitäten zu
vergünstigten Konditionen
direkt an den Flughäfen
anzubieten. Durch den großen
Erfolg der Lastminute-Flüge
wurde der Begriff bald auch
auf andere Bereiche des
Reisemarktes ausgeweitet
(Pauschalreisen,
Hotelzimmer,
Ferienwohnungen).
Lastminute-Reisen wurden
fortan zu einem wichtigen
Bestandteil in den Angeboten
der Reiseveranstalter.
Laut der aktuellen
Untersuchung des
Marktforschungsinstitutes
Web-Tourismus wurden im Jahr
2005 in Deutschland 4,9 Mio.
Lastminute-Reisen
durchgeführt (Stand: Januar
2006). Dabei lag die
Lastminute-Reiseintensität
in Deutschland bei 6,4% und
die
Lastminute-Reisehäufigkeit
bei 1,17 Reisen.
Zwar sank
die Anzahl der
durchgeführten
Lastminute-Reisen gegenüber
dem Jahr 2004, doch stieg
gleichzeitig die Zahl der
Personen, die Lastminute
verreisten. Aufgrund ihrer
Kurzfristigkeit unterliegen
Lastminute-Reisen stets
stärkeren
Nachfrageschwankungen als
die klassische Urlaubsreise.
Diese Schwankungen sind
jedoch weniger auf ein
indifferentes
Konsumverhalten
zurückzuführen, als auf
externe Faktoren, an denen
sich die Nachfrager
zwangsweise orientieren
müssen (Lage der Feiertage,
kurzfristig verfügbare
Angebote, etc.).
Mittlerweile können
Lastminute-Flüge und Reisen
nicht nur an Flughäfen,
sondern auch in Reisebüros
und im Internet gebucht
werden. Gerade das Internet
hat den
Lastminute-Reisemarkt weiter
deutlich angekurbelt.
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